Integrierte Gemeindliche Entwicklungskonzepte (IGEK)

Unsere Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt sind das Fundament eines funktionierenden Gemeinwesens. Mit der Gemeindegebietsreform im Jahr 2010 hat Sachsen-Anhalt mit 219 Gemeinden leistungsfähige Strukturen geschaffen, die in der Lage sind, ihre Aufgaben dauerhaft und sachgerecht, effizient und in hoher Qualität zu erfüllen. Gab es bis 2010 noch Städte und viele Landgemeinden, gibt es heute in der Mehrzahl Strukturen, die eine Trennung zwischen Stadt und Land nicht mehr ermöglichen. Die neu gebildeten Gemeinden, vor allem die Städte, müssen sich nun auch Fragen der ländlichen Entwicklung stellen. Dazu sind Gemeinde- bzw. Stadtentwicklungskonzepte notwendig, die nicht nur Infrastrukturen, Klimawandel und andere gesellschaftspolitische Trendthemen in den Blick nehmen, sondern auch veränderte Lebensstile und Wertvorstellungen ihrer Einwohner berücksichtigen. Ein generationenübergreifender Ansatz sowie die Beteiligung der Bürger und gesellschaftlicher Kräfte sind dabei zwingend notwendig.

Integrierte Gemeindliche Entwicklungskonzepte (IGEK) stellen eine konzeptionelle Basis für die Sicherung der Daseinsvorsorge im Gemeindegebiet dar und tragen damit wesentlich zur Gewährleistung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse bei. Sie bieten eine verlässliche Richtschnur, um vor allem investive Maßnahmen für die Gemeinde nachhaltig und langfristig besser einschätzen zu können. Das IGEK bildet somit eine wichtige Richtschnur für die künftige Haushalts- und Investitionsplanung der Gemeinde, die mittelfristig vom Auslaufen des Solidarpaktes (2019) und dem Wirksamwerden der Schuldenbremse restriktiv geprägt sein wird.

Um Anstöße für neue Siedlungs- und Gemeindestrukturen zu geben, werden den interessierten Gemeinden Empfehlungen für die inhaltliche Ausrichtung gemeindlicher Entwicklungskonzepte durch die Stabsstelle für demografische Entwicklungen und Prognosen im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr und dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt gegeben, aus denen je nach Bedarf der Gemeinde ausgewählt werden kann.

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